{"id":1597,"date":"2018-04-12T07:52:49","date_gmt":"2018-04-12T05:52:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.swct.de\/?post_type=news&#038;p=1597"},"modified":"2023-06-15T19:58:25","modified_gmt":"2023-06-15T17:58:25","slug":"arbeiten-am-container-terminal-in-kreuztal-auf-der-zielgeraden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.swct.de\/en\/arbeiten-am-container-terminal-in-kreuztal-auf-der-zielgeraden\/","title":{"rendered":"Arbeiten am Container-Terminal in Kreuztal auf der Zielgeraden"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeiten am Container-Terminal der KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH (KSW) in Kreuztal befinden sich auf der Zielgeraden. Bis Ende Mai sollen die laufenden Betonierarbeiten abgeschlossen sein, bis Ende Juni die sonstigen Bauarbeiten. Im Juli werden die technische Geb\u00e4udeausstattung und die Arbeitspl\u00e4tze installiert. Im August startet der Probebetrieb und im September wird das Container-Terminal dann offiziell in Betrieb gehen.<\/p>\n<p><strong>Wegweisende Planungsarbeiten greifen k\u00fcnftiger Richtlinie der Bahn vor<\/strong><\/p>\n<p>\u201eBeim Bau der Verkehrsfl\u00e4chen rund um die Gleisanlagen haben wir absolute Pionierleistungen erbringen m\u00fcssen\u201c, sagt Landrat Andreas M\u00fcller, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KSW: \u201eAls wir gerade mit den Betonierarbeiten beginnen wollten, hatte sich herausgestellt, dass die Richtlinie der DB Netz AG f\u00fcr solche Abstell- und Umschlagfl\u00e4chen eine nicht ausreichende Dimensionierung aufweist. Deshalb haben wir selbst eine fachtechnische Stellungnahme in Auftrag gegeben, die der \u00a0Neugestaltung des Regelwerkes der DB Netz AG f\u00fcr Betonverkehrsfl\u00e4chen vorgreift.\u201c<\/p>\n<p><strong>Belastungen der Betonfl\u00e4chen vergleichbar mit Landebahnen f\u00fcr den A380<\/strong><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich wurden die betonierten Umschlag- und Verkehrsfl\u00e4chen des Container-Terminals nach der Richtlinie \u201e800 06\u201c geplant. Als in Kreuztal gerade mit den Betonierungsarbeiten begonnen werden sollte, wurde jedoch deutlich, dass auf Fl\u00e4chen, die nach den Vorgaben dieser Richtlinie gebaut wurden, Sch\u00e4den entstanden sind. Insbesondere wenn beladene See-Container dreifach \u00fcbereinander gestapelt werden, h\u00e4lt die Betonfl\u00e4che den Belastungen nicht dauerhaft stand. Auch die Belastung durch die mobilen Umschlagger\u00e4te, die sogenannten Reach-Stacker, ist h\u00f6her als die Betonfl\u00e4che vertragen kann. Alleine die Vorderachse eines solchen \u201eStaplers\u201c belastet die Oberfl\u00e4che im beladenden Zustand mit bis zu 122,6 Tonnen. Vergleichbare Belastungen gibt es ansonsten nur auf Start- und Landebahnen internationaler Flugh\u00e4fen, die f\u00fcr den Riesen-Airbus A 380 ausgelegt sind.<\/p>\n<p><strong>Planerische Unterst\u00fctzung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stephan Freudenstein <\/strong><\/p>\n<p>Als dies alles in 2016 bekannt wurde, stoppte die KSW sofort alle Bauarbeiten f\u00fcr die Verkehrsfl\u00e4chen am Container-Terminal. \u201eDa wir aber auch nicht warten konnten, bis die Bahn ihre Richtlinie \u00fcberarbeitet hat, sind wir selbst aktiv geworden\u201c, sagt Christian Betchen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der KSW: \u201eWir haben Prof. Stephan Freudenstein von der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen mit ins Boot geholt: ein absoluter Fachmann f\u00fcr die Konstruktion von Stra\u00dfen- und Eisenbahnoberbausystemen und Flugbetriebsfl\u00e4chen.\u201c Seine fachtechnische Stellungnahme zur Bestimmung der Betondeckendicken in unbewehrter Ausf\u00fchrung ist jetzt Grundlage der Betonierarbeiten am Container-Terminal in Kreuztal. Die in seiner Stellungnahme enthaltenen Bemessungskriterien werden auch in die Revision der DB-Richtlinie einflie\u00dfen. \u201eDamit greifen wir im Ergebnis den Planungsgrundlagen f\u00fcr k\u00fcnftige Betonverkehrsfl\u00e4chen von Container-Terminals bereits vor\u201c, erl\u00e4utert Christian Betchen.<\/p>\n<p><strong>Gleitschalungsfertiger in Kreuztal im Einsatz<\/strong><\/p>\n<p>Die Verkehrsfl\u00e4chen des Container-Terminals in Kreuztal werden nun durchgehend in 48 cm dickem, vor Ort gegossenem Beton hergestellt. Insgesamt werden rund 6.000 m\u00b3 Beton je nach Nutzungsbereichen (Gefahrgutabstellung, Tankfl\u00e4che, Umschlagfl\u00e4che, Abstellfl\u00e4che) in unterschiedlichen Sorten verbaut. Die abschlie\u00dfenden Betonarbeiten haben nach Ostern begonnen. Dabei kommen Ger\u00e4te wie Gleitschalungs- und Walzenfertiger zum Einsatz, die sonst eher beim Bau von Flughafenlandebahnen oder Autobahnen zu sehen sind.<\/p>\n<p>Ein Gleitschalungsfertiger ist ein Fertiger auf Raupenfahrwerk, der in einem Arbeitsgang die Verteilung, Verdichtung und Profilierung des Deckenbetons \u00fcbernimmt. Die Betonoberfl\u00e4che erh\u00e4lt eine gute Ebenheit und Griffigkeit. Gleitschalungsfertiger k\u00f6nnen bis zu 16 Meter breite Bahnen in nur einem Arbeitsgang herstellen.<\/p>\n<p>\u201eWir h\u00e4tten nie damit gerechnet, beim Bau unseres Container-Terminals solche Pionierarbeit leisten zu m\u00fcssen, die den planerischen Grundlagen f\u00fcr k\u00fcnftige Container-Terminals in Deutschland vorgreift\u201c, sagt Landrat Andreas M\u00fcller: \u201eNachdem wir diese Herausforderung erfolgreich gemeistert haben, fiebern wir nun dem Abschluss der Arbeiten entgegen und freuen uns auf die Inbetriebnahme des Terminals im September.\u201c<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeiten am Container-Terminal der KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH (KSW) in Kreuztal befinden sich auf der Zielgeraden. Bis Ende Mai sollen die laufenden Betonierarbeiten abgeschlossen sein, bis Ende Juni die sonstigen Bauarbeiten. 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